Der Wettbewerb www.luckydreams1.at/de-wgof14 (Wettbewerb für kreative Ideen) hat sich seit seiner Gründung 2010 zu einem der wichtigsten Plattformen für innovative Projekte in Österreich entwickelt. Organisiert vom Institut für Innovation und Technologie (IIT) der Universität Wien, richtet er sich an Start-ups, Unternehmen und auch an Studierende mit visionären Ideen, die gesellschaftlichen Wandel vorantreiben wollen. Besonders 2024 steht der Wettbewerb unter dem Motto *„Innovation mit sozialem Impact“* und sucht Projekte, die nachhaltige Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Klimaschutz, digitale Teilhabe oder soziale Gerechtigkeit entwickeln.
Mit einer Jury aus renommierten Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik prüft WGOF 14 nicht nur die technische Machbarkeit, sondern vor allem den gesellschaftlichen Mehrwert der Ideen. Die Preise umfassen nicht nur finanzielle Fördergelder – bis zu 10.000 Euro pro Projekt –, sondern auch strategische Unterstützung durch Mentoren und Netzwerkverbindungen zu österreichischen Investoren und Start-up-Hubs wie der Wiener Startup City oder dem Austrian Business Agency. Besonders erfolgreich waren in den letzten Jahren Projekte wie *„EcoCycle“*, das durch Upcycling von Textilien Abfall reduziert, oder *„SmartGreen“*, eine Plattform für lokale Energiegenossenschaften.
Wie der Wettbewerb funktioniert: Von der Idee zur Förderung
Interessierte Teams können ihre Projekte über eine einfache Online-Plattform einreichen, die bis zu drei Kategorien berücksichtigt: Nachhaltigkeit, digitale Transformation und soziale Innovation. Die Bewerbung umfasst ein kurzes Konzeptpapier, ein Video oder eine Präsentation sowie Referenzen zu bisherigen Erfolgen. Die Jury bewertet Kriterien wie Skalierbarkeit, Marktwirkung und die Fähigkeit, bestehende Strukturen zu verändern – nicht nur kurzfristige Lösungen. Besonders gefragt sind Projekte, die bestehende Systeme hinterfragen, etwa durch neue Geschäftsmodelle oder partizipative Ansätze.
Seit 2018 wird WGOF auch als digitale Plattform ausgebaut, die nicht nur die Teilnehmer untereinander vernetzt, sondern auch mit internationalen Partnern wie dem European Innovation Scoreboard oder dem Deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kooperiert. Die letzte Ausgabe 2023 zeigte, dass 32 % der eingereichten Projekte nach der Förderung innerhalb von zwei Jahren bereits eine Pilotphase durchlaufen hatten – ein Beweis für die Wirksamkeit des Wettbewerbs.
Die Zahlen: WGOF als Motor für österreichische Innovation
- Seit 2010 wurden über 1.200 Projekte eingereicht, davon 180 in den letzten drei Jahren.
- Die durchschnittliche Förderung pro Siegerprojekt beträgt 5.000 Euro, wobei Top-Ideen bis zu 20.000 Euro erhalten können.
- Über 80 % der Gewinner sind Start-ups oder Gründerteams, doch auch etablierte Unternehmen wie die Wiener Energieversorger oder die Österreichische Post nutzen WGOF als Impuls für ihre Innovationsstrategien.
- Die meisten Preisträger kommen aus Wien (62 %), gefolgt von Niederösterreich (25 %) und Oberösterreich (13 %).
- 2023 wurden drei internationale Preise vergeben, darunter ein Sonderpreis für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission.
Ein besonders innovatives Element von WGOF ist die „Impact-Mapping“-Methode, die den Teilnehmern hilft, den direkten Nutzen ihrer Ideen zu quantifizieren – etwa durch die Anzahl an betroffenen Personen oder die CO₂-Einsparungen. Dies hat sich als entscheidender Faktor für die Jury erwiesen, da sie nicht nur auf technologische Brillanz, sondern auf messbaren gesellschaftlichen Wandel setzt. Projekte wie *„ZeroWasteHub“*, das lokale Kreislaufwirtschaftsnetzwerke aufbaut, oder *„EdTech for All“*, das kostenlose digitale Bildungstools für benachteiligte Regionen bereitstellt, zeigen, wie WGOF Start-ups nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch langfristige Strategien für nachhaltigen Erfolg vermittelt.
Warum WGOF 14 auch für Unternehmen interessant ist
Viele Großunternehmen nutzen WGOF als Impulsgeber für ihre Innovationsstrategien, da der Wettbewerb eine neutrale Plattform bietet, um neue Ideen zu testen, ohne die Risiken einer direkten Investition zu tragen. Ein Beispiel ist die Wiener Energie AG, die 2022 ein Projekt zur digitalen Energiemanagement-Plattform für Haushalte unterstützt hat. Die Jury bewertete die Idee nicht nur für ihre technische Machbarkeit, sondern auch für die Möglichkeit, die Energieeffizienz in österreichischen Haushalten um bis zu 15 % zu steigern. Solche Kooperationen zeigen, dass WGOF mehr ist als ein Wettbewerb – er ist ein Netzwerk, das Innovation mit praktischen Lösungen verknüpft.
Für Gründer und Start-ups ist WGOF besonders wertvoll, da er nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Zugang zu Mentoren und Investoren bietet. Die letzte Ausgabe 2023 führte zu einer Partnerschaft zwischen einem WGOF-Gewinner und dem Austrian Business Agency, die zu einer Finanzierung von 250.000 Euro für die Entwicklung des Projekts führte. Die Plattform bietet zudem regelmäßige Workshops zu Themen wie Pitch-Training oder Business-Model-Canvas, die den Teilnehmern helfen, ihre Ideen professioneller aufzustellen.



